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	<title>Berlin | KARIN KLUG</title>
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	<description>Texte, Gedanken, Lyrik</description>
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		<title>Berlin für Anfänger</title>
		<link>https://www.klug.or.at/berlin-fuer-anfaenger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2015 15:09:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Veröffentlicht: Klipp, Okt. 2014) &#160; Ich sitze in der „Filmbühne am Steinplatz“, genauer gesagt im beschaulichen ruhigen Gastgarten, umgeben von Büschen und Bäumen, vor mir Kaffee, Saft, Gebäck und ein Teller voller Köstlichkeiten – Schinken, Lachs, Ei, Melone, Joghurt mit Früchten, Käse. All das wartet nur darauf von mir verspeist zu werden… Ein Morgen in Berlin. Die Filmbühne, mein Lieblingscafe, gleich am ersten Tag entdeckt: verlockende Speisekarte, freundliches Personal, schöner  Gastgarten, freche Spatzen. Drinnen: Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Clark Gable und Vivien Leigh und noch einige andere – die von den Wänden lächeln. Gestern erst bin ich angekommen in der Millionenstadt Berlin. Pünktlich gelandet am Flughafen Tegel. Ich schnappe mir eines der zahllosen Taxis, die gleich vor der Glastür beim Ausgang warten. Und erwische einen etwas muffeligen, wortkargen Fahrer &#8211; aber die Berliner sind ja ohnehin nicht bekannt für ihren feinen Charme, mehr für ihr poltriges Mundwerk. Rein also in eines der typischen beigen Taxis, die in Mengen herumstehen und los geht’s mit der ersten Stadtfahrt. Eine unüberschaubare Flotte von beigefarbenen Taxis wälzt sich im Strom vom Flughafen in Richtung Zentrum. 18 Euro später werde ich vorm Hotel ausgeladen, das aletto Ku´damm, direkt am Bahnhof Zoo  (wer sich erinnert: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, das legendäre Buch von Christiane F.). Das aletto ist jung, modern, bunt und freundlich… und vor allem ein Jugend-  und Backpackerhotel (Backpacker sind jene Weltenbummler, die nur mit dem Nötigsten im Rucksack auf ausgedehnte Reisen gehen). Das aletto hat sich mit Mehrbettzimmern, Waschküche, Aufenthaltsräumen und Sportmöglichkeiten auf diese Zielgruppe eingestellt. Es gibt aber auch ausreichend Ein- und Zweibettzimmer, und unter den Gästen finden sich Familien, Paare und Einzelreisende aller Altersgruppen – ein schöner, bunter Mix, ein erstaunlich harmonisches Miteinander. Der absolute Hit: Das ausgiebige Frühstücksbuffet, mitsamt Getränken um nur 5,50 Euro. Ich erkunde zunächst das (riesige) Hotel mit seinem Angebot, den Gastgarten, die ausladende Dachterrasse, die kleine Bar und laufe dann die nächstgelegenen Straßen ab. Die Hardenbergstraße, auf der ich „mein“ Lieblingscafe entdecke. Weiter zum Ernst-Reuter-Platz mit seiner kleinen grünen Inseloase inmitten brausenden Verkehrs. Die breite Straße des 17. Juni im Herzen von Berlin, jene Prachtallee, die zum „Großen Stern“ führt, dem Platz, an dem sich die berühmte Siegessäule, die geflügelte Viktoria, reichlich eingegoldet, mit Wendeltreppe und Aussichtsplattform befindet –  ein Zeichen siegreicher Feldzüge gegen Dänemark, Österreich und Frankreich. Das aber lasse er bei seinen Fahrten mit den jeweiligen ausländischen Gästen meist weg, berichtet mir ein anderer Taxifahrer, einer mit der berüchtigten Berliner Schnauze. Was mache ich als Berlin-Anfängerin nun in der deutschen Bundeshauptstadt am besten? Zu unüberschaubar sind die Möglichkeiten, zu weit verstreut alles, was gesehen, erlebt, erobert werden will. Ich lasse mich treiben. Berlin hat ein dermaßen dichtes, gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, dass praktisch überall und allerorts irgendwo eine Bus- oder S- oder U-Bahn Haltestelle in Reichweite ist. Es gibt eine günstige Welcome-Card für zwei bis fünf Tage, es gibt Einzel-, Kurzstrecken-, Tages-, Zonenkarten, je nach Bedarf.  Und es gibt Sightseeing-Busse aller Art. Doppeldecker mit „oben ohne“, bei denen man jederzeit aussteigen, herumbummeln und wieder einsteigen kann. Ich aber nehme auf Empfehlung meines Merian-Reiseführers den Bus 100 vom Bahnhof Zoo. Der fährt gemütlich entlang vieler Sehenswürdigkeiten zum unüberschaubar großen Alexanderplatz in Berlin Mitte &#8211; Fußgängerzone mit Geschäften, Lokalen, Neptunbrunnen, Hotdog-Verkäufern, dem 368 Meter hohen Fernsehturm und Fußball spielenden Jugendlichen. Wer in Graz übrigens jemals gejammert hat über die vielen Baustellen, der sollte sich mal Berlin geben &#8211; auch in der Metropole wird gegraben, was das Zeug hält. Die eigentliche Prachtstraße „Unter den Linden“ eine einzige durchgehende Großbaustelle! Ich staune mich durch die berühmten Hackeschen Höfe, dem angeblich größten zusammenhängenden Wohn- und Gewerbekomplex Europas… eine Welt für sich, Stuckfassaden, bunte Häuserwände aus glasierten Ziegeln, Innenhöfe mit komplett bemalten Mauern. Kleine und große Kunstwerke, offenbar von vielen unbekannten Künstlern geschaffen und über die Jahre gewachsen. Dazwischen Geschäfte, Nobelboutiquen, Cafes  &#8211; Underground und High-Society im wilden Durcheinander. Ich schlendere durch die Straßen, schaue in die Schaufenster am Kurfürstendamm, trinke köstlichen frisch gepressten Erdbeer-Ingwer-Ananas-Saft in der Saftbar, genieße Erbsensuppe im modernen Urbano-Cafe, spaziere durch den Tiergarten, lasse mich mit dem Bus durch ganz Kreuzberg chauffieren, besichtige Kirchen, lasse immer wieder die Seele in den zahlreichen kleinen Parks, die über die ganze Stadt verstreut sind, baumeln. Ich tanze Tango in Clärchens Ballhaus, genieße einen ganz exquisiten Vorspeisenteller und himmlischen selbstgemachten Eistee mit Limetten im Thai inside. Ich spaziere am Waldorf Astoria vorbei, fahre durch das ruhige grüne Dahlem im Süden der Stadt, da wo die Freie Universität Berlin beheimatet ist, und ich probiere die berühmte Currywurst im Curry 36, wie es mir der Reiseführer ans Herz legt. Viel zu schnell ist die Zeit herum. So viele Museen warten noch darauf, erkundet zu werden: Das Anne Frank Zentrum oder die Berliner Unterwelten, das verborgene Museum und das Deutsche Currywurst-Museum, das Museum der Unerhörten Dinge, der Tränenpalast oder der Hamburger Bahnhof, das Museum der Gegenwart, von den Klassikern wie Alte Nationalgalerie etc. ganz zu schweigen. Ich war noch nicht im Zoologischen Garten, nicht im Aquarium, habe weder das Reichstagsgebäude noch das Berliner Rathaus noch die „schwangerer Auster“, das Haus der Kulturen der Welt besichtigt. Vieles will noch entdeckt werden. Viele kleine feine Lokale und  Schiffsrundfahrten warten noch darauf ausprobiert zu werden. Ich verlasse Berlin ein paar Tage später, vollgefüllt mit Eindrücken – und mit dem klaren Ziel: Ich komme wieder! &#160; Ein paar Adressen: Aletto Kudamm, Hotel &#38; Hostel, Harddenbergstraße 21, 10623 Berlin, Tel: +49 (0) 30 233 214 100 Thai Inside, Dircksenstraße 37, 1017 Berlin, Tel: +49 (0) 30 247 243 71 Urbano, Grimmstraße 16, 10967 Berlin, Tel: + 49 (0) 30 393 77 453 Amicis Vini, Rosenthaler Straße 36, 10 178 Berlin, Tel: +49 (0) 30 536 70 303 Filmbühne am Steinplatz, Hardenbergstraße 12, 10623 Berlin, Tel: +49 (0) 30 312 65 89</p>
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		<title>Live aus Berlin: Tango im Spiegelsaal</title>
		<link>https://www.klug.or.at/live-aus-berlin-tango-im-spiegelsaal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jul 2014 15:08:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Tango]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für ein Glück: Morgens höre ich in Graz noch auf Ö1 vom legendären “Clärchens Ballhaus” in Berlin (Sendung am 10.7.2014 um ca. 9.30)… spätnachmittags bin ich auch schon gelandet in der Millionenmetropole… und noch am selben Abend findet eine der feinsten Milongas der Stadt statt: die Tangonacht im Spiegelsaal in Clärchens Ballhaus… Was für ein Gefühl: diesen uralten, prächtigen, komplett unrenovierten Saal zu betreten, nur dezent beleuchtet, mit den vielen kleinen runden Tischchen, den Kerzenleuchtern, den riesigen, meterhohen Spiegeln ringsum an den Wänden, den üppigen Stuckverzierungen, dem alten Holzboden… eingetaucht in anno dazumal… … und in dieser glanzvollen Atmosphäre legt DJ Alexander seine grandiosen Tangos auf… traditionell und modern, Non-Tangos, Electro-Tangos, Valses, Milongas… ein bunter Mix, der gut ankommt… Der Saal füllt sich recht schnell, an die 120 Leute werden wohl heute wieder da sein… und ich komme aus dem Schauen nicht mehr heraus… es wird fast nur eng getanzt, auch einige Männer tanzen innig und schön miteinander, im spielerischen Wechsel zwischen führen und folgen… dort auch ein Frauenpaar… einer, der barfuß tanzt, eine andere trägt quietschrote, flache Schnürschuhe, die nächste schmiegt sich im Bauchtanz-Outfit an ihren Partner, die Kleider und Röcke schwingen, alle sind vertieft in die gemeinsamen Bewegung… was für eine Pracht, was für ein Staunen… Ich tanze auch, werde gefragt, wie schön… aber beinahe ebenso schön: nur sitzen und schauen… und die Atmosphäre genießen… Das ist Berlin, das ist Tango, das ist eine andere Welt… Wer nach Berlin kommt: unbedingt erkundigen, wann die nächste Spiegelsaal-Milonga stattfindet…</p>
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