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	<title>Gesundheit | KARIN KLUG</title>
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	<description>Texte, Gedanken, Lyrik</description>
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		<title>Vom Burnout &#8211; und dem danach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 15:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, auch ich war betroffen. Bin vor einigen Jahren sukzessive ins Burnout gerutscht. Sehenden Auges sozusagen. Während ich schon eine Auszeit geplant hatte, weil ich merkte es geht so nicht mehr weiter, haben sich die Dinge überstürzt und mich komplett überrollt. Keine Reserven, kein Puffer mehr übrig. Nichts. Niente. Plattgewälzt vom Lauf der Ereignisse. Und ja, auch wenn ich vom Fach war, auch als Psychologin konnte mir das passieren. Weil sich Leben und Krankheit und Tod eben nicht aufhalten lassen. Ich wusste was passiert, und hatte doch keine Kraft mehr dagegen zu steuern. Irgendwann ist man nicht mehr in der Lage, groß um Hilfe zu bitten, sich aktiv Unterstützung zu holen. Wie oft wusste ich am Morgen nicht mehr, wie ich es schaffen sollte den kommenden Tag zu überstehen. Irgendwann geht es nur mehr ums irgendwie Überleben. Ums Funktionieren. Ums durchhalten. Der Körper begehrt auf, Schmerzen stellen sich ein, die Kraft geht zu Ende. Ich wusste das alles, theoretisch, hatte es zigmal gehört, mir erzählen lassen von anderen – nun konnte ich mir selbst quasi zuschauen bei diesem Prozess. Nun kenne ich alles hautnah aus eigenem Erleben. Ich hatte Glück. Ich hatte Menschen um mich, die für mich da waren, die mir geholfen haben. Natürlich, manch andere haben weggeschaut, wussten nichts mit mir anzufangen, haben sich abgewandt. Nicht jeder Hilferuf wurde gehört. Mittlerweile habe ich mich aus dem Tief herausgearbeitet. Habe mich erholt, bin wieder zu Kräften gekommen. Mein Körper ist gesundet. Die Lebensfreude ist zurückgekehrt. Die Lust neues auszuprobieren. Ich schlafe wieder gut, habe meinen Tagesrhythmus, kann mich auf meine Arbeiten, meine Hobbies konzentrieren. Das Leben hat mich wieder. Aber. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Es ist ein langer und langsamer Weg raus aus der Erschöpfung. Immer noch ist mein Aktionsradius gering. Meine Reserven sind noch nicht komplett aufgefüllt, ich muss immer noch brav haushalten mit meiner Energie. Babysteps. Eins nach dem anderen. Ich genieße es, wieder Zeit zu haben für mich. Zum Tanztraining zu gehen. Freundinnen und Freunde zu treffen. Ins Theater zu gehen, zu Lesungen. Kleine Ausflüge zu machen. Aber. Immer noch wohl dosiert. Immer noch in bescheidenem Rahmen. Vorsichtig. Immer noch mit Pausen dazwischen. Noch traue ich mich nicht drüber über allzu große Aktivitäten. Es ist ein sich annähern. Ein sich herantasten. Mit genauem hinspüren, was tut mir gut, was brauche ich jetzt. Und was ist zu viel. Eigentlich selbstverständlich. In unserer Hektomatikwelt aber leider nicht mehr geübt. Erwünscht. Als normal angesehen. Das Schwierige daher oftmals: das Unverständnis mancher Menschen. Das sich erklären müssen. „Warum machst du das nicht? Warum bist du da nicht dabei? Warum gehst du schon? Warum bleibst du nicht länger? Warum bist du so empfindlich? Warum kommst du nicht mit?“ Wer mal krank war, weiß, dass es eine Zeit braucht, bis man wieder fit ist. Bis man gewisse Dinge wieder mit einer Selbstverständlichkeit angehen kann. Bis sich die Grenzen wieder zu weiten beginnen. Je nach Schweregrad der Erkrankung dauert es eben auch länger bis sich Körper und Seele allmählich eingependelt, auf Normalspur gebracht haben. Und wenn ich eines weiß und noch extra ausgiebig gelernt habe in den vergangenen Jahren: wie unendlich wichtig es ist, auf sich selbst zu hören. Seinem inneren Spüren zu vertrauen. Nicht dem Druck von außen nachzugeben, sondern bei sich zu bleiben. Auf seinen Körper, seine Bedürfnisse zu hören, egal was andere sagen. Egal wenn andere sich abwenden, mit Unverständnis reagieren. Es ist mein Körper, meine Seele. Ich alleine bin dafür verantwortlich. Ich entscheide, was mir guttut und was nicht. Gerade für mich als Frau, wichtiger denn je. Wir alle haben nur diesen einen Körper, dieses eine Leben. Darauf sollten wir achtgeben, jeder/r von uns. Dafür tragen wir die Verantwortung. Wir alle wissen, spüren, was passt, was gerade richtig und was zu viel ist. Wo man nein sagen muss, um sich zu schützen. Um sorgsam mit sich umzugehen. Egal ob das vom Umfeld gerade für gut befunden und respektiert wird oder nicht. Und das ist eine der manchmal schwersten Aufgaben im Prozess des Genesens – aber auch generell im alltäglichen Leben: Stopp zu sagen. Bei sich zu bleiben. Nicht andauernd über seine Grenzen zu gehen. Schön, wenn man Menschen um sich hat, die das verstehen, respektieren, die selbst mit dieser Achtsamkeit leben. ***************** Weitere Texte zum Thema: <a href="https://www.klug.or.at/wo-war-ich-als-ich-nicht-da-war/">Wo war ich als ich nicht da war? &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/nein/">NEIN. &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/die-zeit-die-es-braucht/">Die Zeit, die es braucht &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/vom-burnout-zum-flow/">Vom Burnout zum Flow &#124; KARIN KLUG</a></p>
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		<title>Die Haarfarbe der Frauen oder: Was ist der Welt zumutbar?</title>
		<link>https://www.klug.or.at/vom-haarefaerben-oder-wieviel-ich-ist-der-welt-zumutbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 14:23:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Älterwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich lese gerade das Buch Glückssträhnen von Sophie Fontanel. Es ist mir kürzlich aus einem der offenen Bücherregale in die Hände gerutscht. Und ich staune erneut und immer noch: hier beschreibt eine Frau, bekannt aus der internationalen Modewelt, als Journalistin und Autorin, wie sie ihre Entscheidung und den Schritt erlebt, ihre Haare im Alter von 53 nicht mehr zu färben. Mir war nicht klar, dass dieses Thema so groß ist, dass es ein Buch zu füllen vermag. Aber tatsächlich: es ist so. Und ich erinnere mich: auch als ich vor einigen Jahren beschlossen hatte meine Haare nicht mehr zu färben, gab es einiges Aufsehen in meinem Umfeld. Eine Zeitlang war es beliebtes und häufiges Thema für Freundinnen, Bekannte und Verwandte, die ich getroffen habe. Weniger eigentlich für mich. Für mich war die Entscheidung ja klar und &#8211; erleichternd. Was es mit meinem Umfeld anrichtete, wurde mir erst danach bewusst. Und es entsetzt mich bis heute: wie sehr wir Frauen uns einem Modediktat von Männern, Werbung, Wirtschaft, Modeindustrie beugen, was wir unserer Gesundheit antun, wieviel Zeit und Geld wir in das Haarefärben investieren… wie sehr wir uns verbiegen, wie sehr wir dem Urteil anderer ausgesetzt sind. Ich dachte anfangs ja, was ich mit meinen Haaren mache sei allein meine Sache. Naja… das Buch von Sophie Fontanel zeigt mir, dass die Mode- und Männerwelt gar nicht amused ist, wenn Frauen selbst über ihre Haarfarbe entscheiden. Und sich dem Schönheitsdiktat von ewiger Jugend und Alterslosigkeit nicht mehr bedingungslos unterwerfen. Sophie Fontanel berichtet von wahnwitzigen Gesprächen, die andere zu ihrer Entscheidung bezüglich Haarfarbe angezettelt haben. Ob eine Frau über 50 die Haare färbt oder in Würde ergraut, sich weiße Locken gönnt, womöglich zweifärbig herumläuft, ist offenbar Weltthema. Und ein großes Problem. Für die Wirtschaft mit ihren 300000 verschiedenen Haarfärbemitteln- und Methoden, die an die Frau gebracht werden wollen. Für die Werbung sowieso. Für die Frauen- und Lifestylezeitschriften. Für manche Männer, denen die Kontrolle über die Frauen entgleitet. Und generell für jene, die alles daransetzen, so jung und den gängigen Schönheitsidealen entsprechend auszusehen wie nur irgend möglich. Wer hat denn eigentlich das seltsame Urteil in die Welt gesetzt, dass graue, weiße, silber Haare pfui sind? Alle 2-3 Wochen Haare färben, brutalste Chemie auf den Kopf. Gestank. Brennen. Ordentlich Geld ausgeben. Dauertermine bei Friseur/in. Leiden, sobald sich der nächste Ansatz zeigt. Sophie Fontanel berichtet abenteuerliches, das sie in dieser Zeit erlebt hat, als sie „als Zebra“, also zweifärbig durch die Welt gelaufen ist. Und damit die gängigen Vorschriften für Frauen ab 50 auf den Kopf gestellt hat. Immer mit Fragen verbunden, wie: darf ich ich selbst sein? Darf ich mich so zeigen, wie ich bin? Bin ich der Welt zumutbar, wenn ich mich nicht mehr dem Schönheitsdiktat beuge und meine Haare nicht mehr färbe? Im Netz wimmelt es noch immer von Frauen, die damit kämpfen, sich das Haarefärben abzugewöhnen. Die panische Angst davor haben, mit grauen Haaren nicht mehr geliebt, begehrt, gesehen zu werden. Sophie Fontanel beschreibt in ihrem Buch interessanterweise aber auch viele Gespräche, die sie mit Männern geführt hat. Männer, die auf Silbermähnen abfahren, Männer, die sich wünschten ihre Frauen würden aufhören mit dem Haarefärben, die sich nach Natürlichkeit, Echtheit sehnen. Und: viele Frauen sagen und erleben, dass sie mit ihren ungefärbten, scheckigen, bunten, grauen, silber oder weißen Haaren plötzlich viel besser, zufriedener, gesünder aussehen. Dass sie sich wohler fühlen, mehr bei sich angekommen, in sich ruhend &#8211; und das wird im außen sichtbar. Das Auftreten von selbstbewussten Frauen, die sich nicht mehr verbiegen lassen. Die sich so zeigen, wie sie sind. Die zu ihrer ureigenen Haarfarbe stehen. Kann ich inzwischen nur bestätigen. Auch für mich ist das heute kein Thema mehr. Ich mag meine Haare so wie sie sind. Ziemlich scheckig, irgendwas zwischen weiß und grau und undefinierbar. Wie meine Katze &#8211; mehrfarbig eben. Und durchaus zufrieden. &#160; (Veröffentlicht 2025: <a href="https://austria-forum.org/af/Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/karin">karin &#124; Volkskultur und triviale Mythen &#124; Kunst und Kultur im Austria-Forum)</a> ************* <a href="https://www.instagram.com/sophiefontanel/">SophieFontanel (@sophiefontanel) • Instagram-Fotos und -Videos</a> <a href="https://www.lovelybooks.de/autor/Sophie-Fontanel/Gl%C3%BCcksstr%C3%A4hnen-1877698846-w/">Glückssträhnen: Eine Liebeserklärung an meine weißen Haare von Sophie Fontanel bei LovelyBooks (Biografie)</a> Mehr zum Thema Älterwerden: <a href="https://www.klug.or.at/projekt-alt-aelter/">Projekt: alt &#38; älter &#124; KARIN KLUG</a></p>
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		<title>Projekt: alt &#038; älter</title>
		<link>https://www.klug.or.at/projekt-alt-aelter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 15:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Älterwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Krusche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema älter- &#38; altwerden beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Was es bedeutet, wenn man alt wird. Wie sich das anfühlt. Was da passiert in unseren Köpfen, mit unseren Körpern. Wie das in unserer Gesellschaft gesehen, erlebt wird. Wie damit umgegangen wird. Welche Unterschiede gemacht werden zwischen Männern und Frauen. Wie altern Frauen? Wie altern Männer? Wie alt können wir werden? Und warum? Der Autor Martin Krusche hat sich ebenfalls dieses Themas angenommen. Und berichtet aus eigener Erfahrung, eigenem Erleben, aus Beobachtetem. Erzählt, was er denkt darüber. Fast ein Novum unter Männern. Stark sein, Leistung bringen, keine Schwäche, keine Gefühle zeigen, Gas geben bis zum Schluss&#8230; ist auch heute noch ein verbreitetes Motto unter Männern. Vor allem unter den heute älteren Männern. Die es nicht anders gelernt haben. Darüber zu reden, sich auszutauschen, offenzulegen, wo man/frau an Grenzen stößt, wo Körper und Geist sich verändern mit zunehmendem Alter&#8230; da haben Frauen einen (kleinen) Vorsprung. Wir trauen über eher drüber, sind es eher gewohnt darüber zu reden. Zumindest im engen Kreis. Und obwohl es noch immer genügend Tabus, Schwierigkeiten, Unaussprechliches gibt. Ich bin aufgewachsen in einer Zeit, in der eine Frau ab ca. 30, 35 ihr Alter besser nicht mehr erwähnen sollte (das gehörte zum &#8222;guten Ton&#8220;). Ein gängiges Kompliment lautet: &#8222;Du schaust aber viel jünger aus&#8220; (sic!). Gut, wir werden uns diese Themenpalette vorknöpfen, weiterhin. Vielleicht ein wenig aufräumen mit Tabus. Bisher Unausgesprochenes beim Namen nennen&#8230; und weiter erzählen, wie es einem so geht, wenn man alt wird und immer älter. &#160; Hier geht&#8217;s zu dem Projekt von Autor Martin Krusche: <a href="https://austria-forum.org/af/Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/gang" target="_blank" rel="noopener">Übergänge (Das Altern: Wie ein Leben sich erzählt)</a> Und hier sind einige meiner bisherigen Texte nachzulesen: <a href="https://www.klug.or.at/alt-und-immer-aelter/">Alt und immer älter &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/das-beste-kommt-noch/">Das Beste kommt noch… &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/es-wird-eigentlich-immer-besser/">Es wird eigentlich immer besser… &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/noch-so-richtig-viel-lust/">Noch so richtig viel Lust… &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/altern-heisst-wissen-was-ich-will/">Altern heißt wissen, was ich will… &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/tanzen-aber-wie/">Tanzen – aber wie!? &#124; KARIN KLUG</a> <a href="https://www.klug.or.at/gedanken-ueber-das-sterben/">Gedanken über das Sterben &#124; KARIN KLUG</a> &#160;</p>
The post <a href="https://www.klug.or.at/projekt-alt-aelter/">Projekt: alt & älter</a> first appeared on <a href="https://www.klug.or.at">KARIN KLUG</a>.]]></description>
		
		
		
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