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	<title>Nachhaltigkeit | KARIN KLUG</title>
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	<description>Texte, Gedanken, Lyrik</description>
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		<title>Mein minimalistisches Leben</title>
		<link>https://www.klug.or.at/mein-minimalistisches-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2024 12:48:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[einfach leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Minimalismus bedeutet für mich: Reduktion, Vereinfachung, sich befreien von Unnötigem, Weglassen von Überflüssigem, das Wesentliche suchen und finden, die Essenz. Minimalismus heißt: Klarheit, Weite, Freiheit. Vor einigen Jahren bin ich im Internet zufällig über diesen Begriff gestolpert &#8211; Minimalismus &#8211; und habe mich darin wiedergefunden. Endlich eine Bezeichnung  für die Art wie ich lebe, leben möchte. Endlich auch andere finden, die ähnlich leben, denken, fühlen. Wobei Minimalismus nichtsdestotrotz ein weites Feld ist und viele Definitionen in sich vereint. Und es gibt unzählige Arten und Lebensbereiche, wie und wo sich Minimalismus zeigen kann. Es gibt extremere Formen und es gibt den, wie ich es nenne, weichen Minimalismus, den Weg des schrittweisen, sachten Reduzierens, Vereinfachens, Weglassens. Nach den ersten paar Umzügen in meinem Leben habe ich schnell erkannt, dass zu viel Besitz lästig sein kann. Da schleppt man alte Zeitungen, Möbel, Schuhe, Kleider, Vasen, unliebsame Geschenke und verstaubte Urlaubssouvenirs durch die Gegend, um sie mal da, mal dort zu verstauen. Siedelaktionen sind mühevoll und umständlich. Und man merkt dabei, wie viel unnützes Zeug man doch ansammelt. Ganz nach dem beliebten Motto: Könnt ich ja vielleicht noch mal brauchen. Das war früher möglicherweise sinnvoll, als es noch nicht so viel Zeug gab. Als man sparen musste und nur 2 oder 3 Paar Schuhe besaß und nicht 50 oder 100. Als man noch lange mit den Dinge auskommen musste, weil es nicht so viel davon gab. Weil es umständlicher, teurer war, sie zu erlangen. Weil manche Dinge noch einen viel höheren Stellenwert hatten. Mittlerweile ist vieles austauschbar, ersetzbar geworden. Billigware. Ohne lange Haltbarkeitsdauer. Wisch und weg. Heute leben wir im Luxus. Und es heißt stets, unsere Wirtschaft muss angekurbelt werden. Wir müssen also Sachen produzieren, auf den Markt bringen, kaufen. Je mehr wir kaufen, desto besser für die Wirtschaft. Dass diese Strategie nicht unbegrenzt funktionieren kann, hat sich offensichtlich noch nicht herumgesprochen. Ich bin Psychologin, Autorin, ich habe kurze Zeit auch mal in der Werbung gearbeitet. Ich weiß, dass in der Wirtschaft und in der Werbung darum geht, Bedürfnisse zu wecken, zu kreieren, angenehme Gefühle zu erzeugen, die mit einem Produkt gekoppelt werden &#8211; Träume zu wecken und diese an Waren zu koppeln. Aber brauchen wir all diese Sachen wirklich??? Ich brauche wenig, das weiß ich. Ich brauche ein Dach über dem Kopf, ja, und ich habe es gerne bequem. Ich mag meine Wohnung und mein Fahrrad. Ich genieße es, mich in mein wohlig warmes Bett zu legen, einen gut gefüllten Kühlschrank aufzumachen. Ich sitze vor meinem PC, das Handy liegt neben mir – alles Dinge, die ich nicht missen möchte. Derzeit in diesem Leben. Aber ich mag keine mit Möbel und Nippes vollgestopfte Wohnung. Ich brauche nicht fünf Räume, wo ich mich doch in nur einem aufhalten kann. Ich mag keinen Krimskrams, keine Glastürschränke mit ausgestellten Klimbim dahinter. Ich mag freien Raum, klare Linien. Ich liebe meine Bücher. Ich brauche keinen Fernseher, ich habe nicht mal eine Stereoanlage mit Boxen und all der raffinierten Zusatzausstattung. Ein Radio mit CD-Player reicht. Wobei ich meine CD- Sammlung mittlerweile auch schon stark dezimiert habe. Meine Wege in der Stadt erledige ich größtenteils mit dem Fahrrad. Ich kaufe vermutlich zwei Drittel meiner Lebensmittel am Markt ein – frisch und regional. Ich koche viel selber und werfe kaum etwas weg. Aus Resten Neues zu kreieren find ich kreativ und spannend, jedes Gericht schmeckt dadurch anders. Freiheit ist mir ein hoher Wert. Ich will nicht meine Seele verkaufen für Geld. Ich arbeite, weil ich es gerne tue, weil es mir Spaß macht. Und nicht, weil ich muss. Ich muss nicht Geld scheffeln, ich brauche wenig. Und ich mag keine Schulden haben, bei niemandem. Ich will frei sein. In der Psychologie hat man herausgefunden, dass das, was im Leben zählt, das, woran man sich an seinem Lebensende erinnern wird, nicht die Dinge sind, die man gekauft und besessen hat – es sind die Erlebnisse, die Unternehmungen, die reisen, was man erlebt hat, das zählt. Das wirkt nach. Davon kann man zehren.</p>
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		<title>*„Die Erde ist unsere Mutter, sorge für sie“</title>
		<link>https://www.klug.or.at/die-erde-ist-unsere-mutter-sorge-fuer-sie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2022 09:51:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich durch die Stadt gehe, fällt mein Blick auf Beton. Asphalt. Straßen, Gassen, Kopfsteinpflaster. Gehwege, Parkplätze, Zufahrten, Abstellplätze, Gastgärten. Einkaufszentren… Fein säuberlich zubetoniert. Keine Erde mehr sichtbar. Dort und da ein unscheinbares kleines grünes Pflänzchen, dass sich unerlaubt und heimlich zwischen Ritzen hindurcharbeitet. Ich betrachte es mit Genugtuung. Die Natur bietet uns Großartiges – für alle Sinne. Einen eigenen Mikro- und Makrokosmos, komplex vernetzt und durchkomponiert. Natur heißt Leben. Erst die Natur schafft und erhält Leben. Ohne Natur könnten wir nicht überleben. Jeder Baum liefert uns Lebensgrundlage &#8211; Sauerstoff, Temperaturausgleich, Schutz u.v.m. Warum, so frage ich mich, zerstören wir also unsere eigene Lebensgrundlage? Das Geschenk, das die Natur uns bietet und es beinhaltet vieles – warum machen wir es kaputt? Ich gehe schmutzige graue Gehwege entlang, mein Auge sieht Abfall, Müll, Zigarettenstummel, Plastik, das herumliegt &#8211; ein grausiger Anblick, der jeder Seele wehtut. Warum tun wir uns das an? Warum betonieren wir die Erde zu, die uns Leben spendet? Wir fällen Bäume. Graben alles Lebendige aus und schütten tödlichen Asphalt darüber. Allein der Anblick schmerzt. Der Regen, der in die Erde sickern könnte, kann nicht durch, staut sich zu Fluten an. Wir greifen ein in ein System, dass uns erhält – auf ganz natürliche Art. Und zerstören es. Damit zerstören wir uns selbst. Unsere Lebensgrundlage. Welches Tier vernichtet sein eigenes Reich, sein Territorium? Die Grundlage seiner Existenz? Die Literatur hat sich von jeher mit der Natur, mit ihren Phänomenen, ihrer Zerstörung, Erhaltung, der Schönheit, Unberechenbarkeit, Pracht und Gewalt beschäftigt. Ja, ich glaube, auch die Literatur trägt Verantwortung. Auch die Literatur soll, ja muss hinweisen auf Missstände, Missbrauch, auf die gewaltige Naturzerstörung, die wir Menschen betreiben. Eine neue Dimension ist erreicht &#8211; literature4future goes on… &#160; *„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.‘‘ &#160; (*Alte Indianer Weisheiten)</p>
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		<title>Verschwendungsfreie Zone</title>
		<link>https://www.klug.or.at/wider-die-verschwendung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 10:08:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[einfach leben]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a href="https://www.randomhouse.de/Autor/Sandra-Krautwaschl/p432560.rhd">Sandra Krautwaschl:</a> „Verschwendungsfreie Zone. Wie meine Familie es schafft, sich vom Zuviel zu befreien“. Heyne Taschenbuch, 2020. &#160; Das Buch kam gerade richtig – kurz bevor Corona kam! Und damit passt es nun perfekt zum Thema und zur Zeit! Und zu meinem eigenen Weg sowieso. Die Grün-Politikerin Sandra Krautwaschl beschreibt in ihrem zweiten Buch „Verschwendungsfreie Zone. Wie meine Familie es schafft, sich vom Zuviel zu befreien“ ihren Weg zu einem Leben ohne Überfluss und unnötigen Luxus. Sie beschreibt, wie sie als Physiotherapeutin in die Politik kam. Sie erzählt sehr persönlich aus ihrem Leben, lässt uns teilhaben an ihren Gedanken, ihrer Motivation, den vielen Fragen und Zweifeln, aber auch der Lust und dem unbändigen Willen, etwas zu verändern. Sie berichtet von Erfolgen, Querschlägen und Widerständen. Von unfassbaren Müllmengen, von Verschwendung, die unser aller Lebensgrundlage zerstört, von Desinteresse, Machtgier und einem Konsumrausch, der uns fest im Griff hat. Umweltzerstörung bekommt hier ein Gesicht, eine Stimme. Wir dürfen auf den Spuren von Sandra Krautwaschl nachvollziehen, wie grausig Wirtschaft manchmal funktioniert, mit welchen Mechanismen wir als Konsumenten über den Tisch gezogen werden. Wie uns eine heile Welt vorgegaukelt wird, während im Hintergrund Menschen, Tiere, die Natur leiden, zugrunde gehen, ausgenützt und vernichtet werden. Die Autorin ist bekannt, seit sie nach einem Kinobesuch am 17. September 2009 beschlossen hatte, ein Experiment zu wagen. Sie hatte an diesem Tag im Kino den Film Plastic Planet gesehen. Erschüttert von den gigantischen Müllmengen, die unseren Planeten systematisch zerstören entschied sie gemeinsam mit ihrer Familie, künftig auf Plastik zu verzichten. Was als Experiment begonnen hatte, wurde rasch zur Lebensphilosophie. Ihre Erfahrungen mit dieser Lebensumgestaltung und neuen Lebensweise beschrieb sie in ihrem ersten Buch <a href="https://keinheimfuerplastik.at/">(„Plastikfreie Zone“)</a>. Sie engagierte sich in der Gemeindepolitik, hielt Vorträge und wurde immer häufiger zu Diskussionen eingeladen. Aber ihr Weg ging weiter. Die intensive Beschäftigung mit Plastikverzicht führte zu vielen anderen Themen und zur Erkenntnis, dass es nicht das Plastik allein ist, das uns über den Kopf wächst, sondern die gigantische Verschwendung in allen Lebensbereichen. Wir produzieren, kaufen und konsumieren viel zu viel, ersticken in unnötigen Verpackungsmaterialien und lagern das Zuviel in diversen Kellern, Dachböden, Zimmern, Häusern, Lagerhallen und Nebengebäuden ab – und brauchen das meiste dann gar nicht. Leben auf viel zu großem Fuß. Ersetzen Lebenslust und Freude durch Kauforgien. Sandra Krautwaschl beschreibt sehr berührend ihren Werdegang, wie sie nach langen Überlegungen den Schritt wagte und von der Gemeindepolitik zur Landtagsabgeordneten wechselte. Sie setzte sich ein – unermüdlich – fand Verbündete, Menschen, die eine ähnlichen Weg gehen, die bereits einiges ungesetzt, verändert haben. Die Autorin holt diese Menschen vor den Vorhang, ob Sarah und Verena vom ersten verpackungsfreien Laden in Graz. Oder Beatrix mit ihrer <a href="https://nachhaltig-in-graz.at/">Nachhaltig in Graz</a>-Webseite u.v.m. Vor allem schreibt sie über Lebensbereiche, die sie kennt, mit denen sie selbst unmittelbar zu tun hat. Wohl wissend, dass es noch genug Bereiche gibt, wo es ebenso hinzuschauen gilt. Sie sagt: „Aber ich wollte ganz bewusst nur über Dinge schreiben, zu denen ich einen direkten persönlichen Bezug und eigene Erfahrungen im Alltag habe und von denen ich annehme, dass die meisten Menschen teilweise damit in Berührung kommen“. Was das Buch angenehm zu lesen macht ist eine grobe Einteilung in die drei Übersichtskapitel: Fragestellungen. Experimente. Lösungen. Spannend ist die Vorgeschichte und das eigene Ausprobieren und Umsetzen der Autorin. Das Scheitern, überlegen, neu starten, sich bemühen. Dieses Urmenschliche eben. Nicht alles kann immer und sofort funktionieren – die Autorin beschreibt achtsam und mit Humor, wie und wo sie Abstriche machen musste oder auch wollte. Es finden sich spannende Ansätze und Anregungen, vom Autoteilen mit Freunden über die schlichten und doch sehnsüchtig machenden Urlaube am Meer. Vom Wert von Waschmaschinen, Biokisterln, die zugestellt werden, einem Kostnixladen, offenen Bücherregalen und dem Bemühen um maximal mögliche Verpackungsfreiheit. Mir gefällt der sehr persönliche Stil der Autorin, das Buch flutscht regelrecht und macht Lust selber aktiv zu werden, Schritte zu setzen, egal, wo man selbst gerade steht… es geht immer noch mehr. Oder besser: weniger :):):) „Von einer, die ihre Überzeugungen lebt, ohne großes Aufhebens darum zu machen: eine Inspiration für Engagement – zuhause und in der Öffentlichkeit.“ Prädikat: Unbedingt lesens- und nachahmenswert!</p>
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