Lyrik

meine texte

meine texte klopfen nicht an

und warten höflich

bis ihnen die tür geöffnet wird

sie eintreten dürfen meine texte

sind wild & unberechenbar

sie kommen wann immer sie wollen

klettern durch geschlossene fenster

durch jede ritze die rohre entlang

hüpfen mich an bedrängen mich sind

lästig ohne ende bei tag und bei nacht

da rütteln sie mich aus dem schlaf

kitzeln die müden augenlider

verlangen dass ich das licht anmache

alles aufschreibe.

jetzt.

sofort.

sollte ich nicht – augenblicklich –

folge leisten

verdrücken sie sich und

sind so beleidigt dass sie untertauchen.

weg.

von einem moment auf den anderen.

meine texte.