Alltagsallerlei

Wie der Tag so beginnt

Mein Schutzengel ist eine Fee. Genauer gesagt: Ilka, die Fee. Ilka ist ungefähr handgroß, mal mehr, mal weniger – und sie ist mein Schutzengel. Obwohl sie eigentlich mehr wie Kobold wirkt. Immer ein bisschen keck, manchmal spöttisch, aber doch liebevoll. Morgens kitzelt sie mich am Ohr, bis ich wach bin. „Geh weg, Ilka, brummle ich dann, ich will noch schlafen“. Ich versuche sie wegzuwischen. Aber da sitzt Ilka schon auf der Nasenspitze oder auf den Zehen des linken Fußes, der unter der Bettdecke hervorragt und kitzelt keck weiter. Nichts da, Zeit zum Aufstehen, ein neuer Tag wartet. Bevor ich sie noch wegwischen kann, sitzt sie schon am Bücherregal, direkt vor „Wem die Stunde schlägt“ und kichert zu mir herab.

Ich wälze mich also träge aus dem Bett, trotte zum Fenster, ziehe die Vorhänge beiseite und die Jalousie hoch. Der Morgen empfängt mich mit all seiner Pracht. Ich öffne die Fenster, lasse den anbrechenden Tag herein. Den ich mal bestaune, in mich aufsauge, nur kurz mustere oder müde murrend zur Kenntnis nehmen. Aber immerhin: ich starte in den neuen Morgen.

Währenddessen. Hat Ilka sich schlafen gelegt.