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	<title>Texte | KARIN KLUG</title>
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	<description>Texte, Gedanken, Lyrik</description>
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		<title>Immer dasselbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 10:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[miniaturen & protokolle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mist, schon wieder zu spät. 15 Deka Emmentaler. Schinken. Nein, jetzt kein Schinken mehr. Veggie Vurst. Aber die ist in einem anderen Regal. Ein paar Äpfel. Bananen. Die Avocados sind teurer geworden. Und die Energiebilanz, ganz schlecht! Also Gurken. Aber die kommen aus Spanien. Und sind vermutlich voll mit Pestiziden. Na gut, gründlich waschen halt. So, was noch? Erdäpfel, ein Sack, heute im Angebot, nimm 3 zahl 2. Da muss man ja zugreifen. Ach ja, die Gummibärchen waren letztens auch im Angebot. Mal schauen, ob es die heute noch gibt. Dann einen Rotwein. Oder besser gleich zwei. Man weiß ja nie. Mist, das Brot vergessen. Retour zum Regal. Kürbiskern oder Sonnenblume? Das Dinkelbrot schaut auch gut aus. Aber wenn man es drückt, merkt man, dass es schon älter ist. Besser also Kürbiskern. Auch wenn es ein paar Cent teurer ist. Das Smartphone in der Tasche singt Halleluja: Kannst noch ein paar Bier mitbringen! Und Schokolade. Süßes ist alle! Das Kind da vorne hat einen Wutanfall und wälzt sich schreiend am Boden. Ihr tun die Ohren weh. Der Schweiß rinnt ihr auch schon von der Stirn. Dabei fangt jetzt grad die neue Serie an, die sie sich doch unbedingt anschauen wollte. König sucht Königin. Oder so. Und dann diese Warteschlange. Mal wieder bei der falschen Kassa angestellt. Immer die, die so langsam ist. Die Kassafrau schaut kurz auf. Die Bananen haben sie aber nicht abgewogen?!! Schuldbewusstes Kopfschütteln. Die Kassafrau steht träge auf, nimmt die Bananen und geht weg. Die Schlange hinter ihr grummelt. Da fällt ihr ein, dass sie noch dringend Tampons kaufen wollte. Zu spät. Jetzt traut sie sich nicht mehr weg von ihrem Platz. Die Kassafrau kommt mit den abgewogenen Bananen. 77, 38. Mit Bankomatkarte bitte. Sie nestelt in der Geldtasche herum. Die Karte fällt zu Boden. Es dauert, bis sie mit dem Bezahlen fertig ist. Der König hat seine Königin inzwischen vermutlich schon gefunden. Nachsatz: wo ist die verdammte KI, wenn man sie denn mal braucht? &#160; (Veröffentlicht: Die Feder 2026)</p>
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		<title>Ich sitz das nicht durch …</title>
		<link>https://www.klug.or.at/ich-sitz-das-nicht-durch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 13:14:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neurodivergenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In unserer Gesellschaft ist es üblich ruhig auf einem Sessel zu sitzen. Eh klar. Bloß &#8211; wer hat das erfunden? Denn das war in der Menschheitsgeschichte eindeutig nicht immer so. Es gibt ja eine immense Palette an Phänomenen bei ADHSler*innen. Ein sehr offensichtliches davon ist das nicht-stillsitzen-können. Das überhaupt-nicht-lange-sitzen-können. Das auf-keinen-Fall-auf-einem-Stuhl-und-beiden-Füssen-am-Boden-ruhig-sitzen-können. Was für eine Qual. Wer hat sich das nur ausgedacht? Bevor es nämlich Stühle gab (und die gibt es noch nicht so lange) saßen, lagen oder lümmelten die Menschen am Boden herum, hockten auf Felsen, Baumstämmen oder was sonst so herumlag. Manche nutzten den Schneidersitz, Fersensitz und diverse andere Haltungen. Je nach Bedarf und Bedürfnissen. Man konnte seine Position ja jederzeit ändern, anpassen… in Bewegung bleiben. Erste Stühle tauchten wohl schon im alten Ägypten auf – die waren jedoch ausschließlich den Herrschenden vorbehalten – mehr eine Demonstration von Macht und Autorität. Der einfache Mensch saß weiterhin am Boden. Bis ins Mittelalter waren Stühle eher selten und reiner Luxus. Sie zeugten weiterhin von sozialem Rang und Status. Je höher und üppiger der Stuhl, sprich Thron, desto bedeutsamer der darauf Sitzende. Alle anderen durften ihm zu Füssen liegen (was durchaus die bequemere Haltung gewesen sein könnte). Doch wie so oft… was die Herrscher haben, das wollen früher oder später alle haben. Wer sich hinaufarbeiten konnte, konnte das mit seinen Stühlen bezeugen. Und im Zuge der Industrialisierung wurden Stühle mit einem Mal günstig und in großen Mengen produziert – juhu, jetzt wollten wirklich alle teilhaben an diesem „Luxusgut“. Das Sitzmöbel war im bürgerlichen Haushalt angekommen. Wer behauptet, dass ADHS-Menschen eher mit den früheren Jägern und Sammlern verwandt sind, den Nomaden und Herumziehenden, während die (Be-)Sitzenden zu Sesshaften geworden sind… der*die könnte vielleicht recht haben. Sessel und derartige Sitzgelegenheiten haben sich erst im Zuge der Sesshaftigkeit entwickelt. Ich fühle mich tatsächlich oft noch mehr dem Typ der Jägerin verwandt, das nomadenhafte gefällt mir. In dem Sinn, dass ich über lange Jahre Wohnorte, Jobs, Hobbies, Lebensformen oft und ausgiebig gewechselt habe. Auch wenn mich manchmal Antriebslosigkeit und Erschöpfung in die Knie zwangen. Man muss nicht mit dem Flieger um die Welt reisen um als Nomade zu gelten. Man kann auch in seinem Umfeld, in der näheren Umgebung, in Seelenwelten unterwegs sein, in verschiedensten Lebenswelten. Immer auf der Suche nach Neuem, Entdeckenswertem. Nur nicht stillsitzen. „Obwohl sich das Sitzen auf Stühlen zu einer bevorzugten Haltung entwickelt hat, ist es erst eine Hälfte der Menschheit, die heute auf Stühlen sitzt. Die Differenz zwischen dem allgemeinen Sitzen und dem besonderen Sitzen auf Stühlen liegt darin, dass das formlose Sitzen wie die unterschiedlichen Weisen des Kauerns, Kniens oder Hockens eine selbstgenügsame Haltung ist, die von ihrer inneren Struktur her nicht auf Macht und Ordnung ausgerichtet ist. Auch das meditative Lotussitzens ist eher ein genügsames Lassen als ein besetzendes und unterwerfendes Tun…“ (Hajo Eickhoff 1995 aus: Vom Menschen Handbuch Historische Anthropologie. Chr. Wulf (Hg.), Weinheim 1995 <a href="https://www.hajoeickhoff.de/geschichte-des-sitzens">Geschichte des Sitzens</a>) Tatsache ist: unsere Gesellschaft hat gelernt auf Stühlen zu sitzen. In der Schule fängt es an, zieht sich weiter durch Ausbildungen und Beruf. Unsere Arbeitsplätze sind mehr und mehr zu „Sitzplätzen“ geworden. Im Lokal, im Konzert, beim Meeting, beim Arzt/der Ärztin, im Auto, im Bus, beim Essen, scrollen, netflixen &#8211; überall wird gesessen. Und zwar oft steif und unbequem auf (harten) Stühlen. Brav die Füße am Boden. Zur Not gilt noch das Überschlagen der Beine als akzeptabel. Männer dürfen sich da ein wenig mehr erlauben, sie dürfen breitbeinig sitzen und sich auch mal bewegen. Aber zappeln gilt nicht. Evolutionsgeschichtlich ist Sitzen auf Stühlen eher eine Zwangshaltung, die dem Menschen gar nicht so bekömmlich ist: Zu langes Sitzen ist nämlich keineswegs gesund, sondern zählt vielmehr bereits zu den entscheidendsten Risikofaktoren für einige Krankheiten. Wissenschaft und Forschung zeigen mittlerweile, welche gesundheitlichen Gefahren langfristig vom stundenlangen Sitzen ausgehen. Verkürzte, geschwächte Muskeln, Verspannungen, Rückenschmerzen, Haltungsschäden auf der einen Seite, erhöhtes Risiko für Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. auf der anderen Seite. Selbst Stoffwechsel, Atmung und Immunsystem sind betroffen. Trotz allem die Tendenz zum Sitzen: steigend. Wir zwingen uns nach wie vor auf Sessel und Stühle und verharren möglichst unbewegt – ein Zeichen guter Sitten und Bräuche??? Gewohnheit? Faulheit? Norm? Kein Wunder, dass ADHS-Kinder und -Jugendliche und -Erwachsene häufig auffallen – sie haben den (vermutlich sehr gesunden) Drang sich zu bewegen und nicht stundenlang still zu sitzen. Sie ändern oft und gerne ihre Sitzposition, bewegen sich zwischendurch, schaukeln, wippen oder bringen ihren Körper anders aus der ungesunden Starre. Die Forschung zeigt, dass bei ADHS kontinuierliche kleine Bewegungen die Aufmerksamkeitssteuerung deutlich stabilisieren können. Körperliche Aktivität verbessert die Exekutivfunktionen &#8211; Bewegung während man kognitive Aufgaben erfüllt kann Leistungsvorteile bringen. Also lernen beim Gehen. Und das gilt sicher nicht nur bei ADHSler*innen. Während ich diesen Text (auf mehrere Etappen) schreibe, bin ich irgendwie dauernd in Bewegung. Mal im Schneidersitz, mal mit einem Bein am Stuhl, mal stehe ich auf – ich wechsle ständig meine Sitzposition. Ganz automatisch. Mittlerweile habe ich mir auch einen Wackelhocker zugelegt, der ebenso oft zum Einsatz kommt. Und manchmal stehe ich mit meinem Laptop beim Küchenbord, das hoch genug ist, um nicht sitzen zu müssen. Alles, nur nicht steif und starr auf Stühlen sitzen &#8211; das sitz ich nämlich nicht durch. Meine Lebenshaltung vielmehr: nur nicht sitzen bleiben! &#160; p.s. Im Netz finde ich auf die Schnelle noch eine Reportage von Lars Graue im ZEITmagazin (August 2025): <a href="https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2025-08/sitzen-gesundheitsrisiko-krankheiten-stehen-alltag">Sitzen als Gesundheitsrisiko: Sitzen ist ungesund. Was passiert, wenn man damit aufhört? &#124; ZEITmagazin</a>  „Martin Oswald ist 73, drahtig, beweglich, agil – und versucht seit 25 Jahren, Sitzen aus seinem Leben zu verbannen. Dafür hat der Arzt sogar ein stuhlfreies Haus gebaut.“</p>
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		<title></title>
		<link>https://www.klug.or.at/8076-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 14:21:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel (Archiv)]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus meiner Zeit als Journalistin hier eine kleine Kostprobe von Artikeln, die ich verfasst habe: &#160; <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/PIOe-2019_Schlaf-gut.pdf">PIÖ 2019_Schlaf gut</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2018/01/022_KONJO_02_entspannung_klug.pdf">Kongressjournal 2017:</a> In der Ruhe liegt die Kraft <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Tanzschritt-2014_Absolute-Beginners.pdf">Tanzschritt 2014_Absolute Beginners</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Tanzschritt-2014_Tango.pdf">Tanzschritt 2014_Tango</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Arzt-Assistenz-2014_Ausgebrannt-muss-nicht-sein.pdf">Arzt Assistenz 2014_Ausgebrannt muss nicht sein</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Klipp-2013_HaidmayerPortrait.pdf">Klipp 2013_Portrait Sir Karl Haidmayer</a> &#8222;Nimmer sich beugen&#8220; <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Klipp-2013_SchrittwieserPortrait.pdf">Klipp 2013_Portrait Peter Schrittwieser:</a> &#8222;Das Grobe ist nicht seine Welt&#8220; <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/BIO-2012_Maennerlust.pdf">BIO 2012_Männerlust &#8211; Männerfrust</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Bio-2012_Trendartikel-Frau-in-den-besten-Jahren.pdf">Bio 2012_Trendartikel-Frau in den besten Jahren</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/PIOe-2012_Buch_RausausderGruebelfalle.pdf">PIÖ 2012_Buch_RausausderGrübelfalle</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/Klipp-2010_Tantraraaa.pdf">Klipp 2010_Tantraraaa&#8230;</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/OeKZ_Buch_Clown.pdf">ÖKZ 2010: Buch_Clown</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/PIOe_2009_Das-Energietopfmodell.pdf">PIÖ_2009_Das Energietopfmodell</a> <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2025/08/QUALITAS_-03_2009_Stress-lass-nach-Teil-1.pdf">QUALITAS_ 03_2009_Stress lass nach Teil 1</a> &#38;  <a href="https://www.klug.or.at/neu/wp-content/uploads/2014/05/2009_Stress-laß-nach-Teil2.pdf">2009_Stress laß nach-Teil2</a></p>
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