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	<description>Texte, Gedanken, Lyrik</description>
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		<title>Abschiede</title>
		<link>https://www.klug.or.at/abschiede/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 15:15:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Älterwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was kommt mit dem eigenen Älterwerden &#8211; unausweichlich: die Abschiede. Das Krankwerden und Sterben von Bekannten, KollegInnen, Freundinnen, Freunden, Familienmitgliedern. Langsam und vorhersehbar, plötzlich und unerwartet. Die Verluste von Menschen, die man gekannt, geliebt, geschätzt, gemocht hat, die häufen sich. Selbst wenn der letzte Kontakt zu diesem Menschen lange her ist, man wusste, es gibt diesen Menschen, er lebt, lebt sein Leben irgendwo auf dieser Erde. Und dann ist er oder sie plötzlich nicht mehr da. Es gibt diesen Menschen nur mehr in unserer Erinnerung. Auf alten Fotos, auf social media Kanälen, die (noch) nicht gelöscht sind. Emails, Briefe, Sprachnachrichten, Videos vielleicht. Damals, früher. Heute nicht mehr. Die Endlichkeit rückt näher. Macht sich bemerkbar. Rüttelt an uns. Ob wir wollen oder nicht. Ja, es gibt Vorteile, Vergnüglichkeiten, Freiheiten, Schönes, das auch im Alter noch kommt, kommen mag. Unausweichlich aber auch: die Abschiede. Selbst wenn man es weiß, wusste, dass es so kommen wird, erst im realen Erleben dieser Verluste, dieses &#8222;nie mehr wieder&#8220; lässt sich dessen Bedeutung, Schwere, das Unglaubliche, der Schmerz ermessen. Es gehört zum Menschsein dazu. Das eigene Sterben. Und das Sterben der anderen. Unsere Kunst, ja Aufgabe: zu leben, das Leben auszukosten, solange es geht, solange es möglich ist. &#160;</p>
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		<title>Ingeborg, ach Ingeborg</title>
		<link>https://www.klug.or.at/ingeborg-ach-ingeborg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 05:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Autor*in]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Lyriker*in]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie viel ist schon über dich und zu dir und von dir und dir zu Ehren erzählt und geschrieben worden. Soll/will ich mich also einreihen in den Strom derer, die dein Feuer weitertragen? Die sich an deinem Feuer wärmen? &#160; Heute, ja genau heute, am 25. Juni 2026, hätte die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann ihren 100. Geburtstag gefeiert. 100 wird man auch heute noch eher selten. Ingeborg Bachmann ist schon im Oktober 1973 wieder gegangen, mit 47. Also in eher jungen Jahren. Keine 50 ist sie geworden. Sie ist gestorben nach schweren Brandverletzungen, die sie erlitt… eine brennender Zigarette &#8211; eine durchaus häufige Unfallursache. &#160; Vermutlich, liebe Ingeborg, bist du letztlich auch gegangen aufgrund deines Leidens am Leben? Des Schmerzes über verlorene Lieben. Wegen Missachtung, mangelnder Wertschätzung, Missbrauch deiner Person? Vielleicht war es auch Einsamkeit? &#160; 100 Jahre also. Und gefühlt das ganze heurige Jahr ist „die Bachmann“ in aller Munde. In allen Medien präsent. Man kennt sie, die „Bachmann“. Jeder und jede kennt sie. Auch wenn nicht jede und jeder je einen Text von ihr gelesen hat. Das wird sich jetzt ändern. Da werden Sendungen produziert, Workshops abgehalten, Texte geschrieben, Filme gedreht. Es gibt Buchneuerscheinungen ohne Ende, alle Bücher von ihr und über sie werden auf den Verkaufstisch gehievt, im Schaufenster ausgestellt. Es wird zitiert reihum, richtig oder falsch, Artikel werden verfasst über sie, ihr Leben, ihre Beziehungen, ihre Süchte, ihr Leiden, ihren Schmerz… ihre Texte werden durch und durch gekaut, interpretiert, mit ihr und ihrem Leben, ihrem Sein verknüpft – ihre Texte, ihre Arbeit, das ist sie. Alles Autobiographie, jedes Wort ein Wort über sich selbst… wie es oft angenommen wird. Wenn die Autorin mit ihrem Werk verschmilzt, keine klare Trennung mehr ersichtlich, ja wünschenswert ist. &#160; Was liebe Ingeborg an deinen Texten bist also tatsächlich du? Was ist Phantasie, zusammengereimt, gedacht, gewünscht, gefürchtet? Erfunden. Deiner überbordenden Vorstellungs- und Gedankenwelt entsprungen? Deine Briefe, die veröffentlicht wurden, das bist du. Tagebuchnotizen, Liebesbriefe… wolltest du tatsächlich, dass all das an die Öffentlichkeit gelangt? Und was, liebe Ingeborg, gäbe es jetzt noch zu sagen, was nicht längst schon gesagt ist, gesagt wurde? Deine Texte sprechen für sich. Sie stehen für sich. Sie werden und sollen bleiben. Wirken. Immer wieder neu entdeckt, erkundet werden. Das ist gut so. &#160; Will ich mich also einreihen in die Massen derjenigen, die sachkundig über diese Autorin schreiben, sprechen, Auskunft geben? Alle Informationen finden sich problemlos im Internet. Man sieht sofort, wer welche Zitate übernommen hat. Mittels KI kann man sich nun jederzeit problemlos Fotos gestalten lassen, Seite an Seite mit der berühmten Autorin. Ach, Ingeborg. Man muss ihre Bücher und Texte nicht gelesen haben, um daraus zu zitieren. Man kann ganze Buchbesprechungen verfassen, ohne sich mit einem Text auseinandergesetzt zu haben. Ich maße mir nicht an, hier und heute wesentliche neue Gedanken zum Leben und Wirken dieser großen Dichterin beitragen zu können. Ich bin keine Bachmannexpertin. Das überlasse ich anderen. &#160; Ich möchte lediglich auch auf sie verweisen. Lest ihre Texte! Ich habe im Laufe der Jahre das eine oder andere von ihr gelesen. Nicht immer hat mir alles gefallen. Manches schien mir schwer verdaulich. Aber ich schätze sie als Schriftstellerin. Knöpfe mir dann und wann Texte, Gedichte von ihr vor. Ich bin froh, dass sie als Autorin in dieser Welt, die immer noch so männerdominiert ist, gehört wird. Sich ihren Platz erobert hat. Viva la Ingeborg. &#160; Ihr verdanken wir den Bachmannpreis. Der heuer zum 50sten Mal in Klagenfurt über die Bühne geht &#8211; der Geburtsstadt der Autorin. In der Autor:innenSolidarität (Ausgabe 1/26) lese ich, dass immerhin ein Mann, der Journalist und Autor Humbert Fink, allen Widerständen zum Trotz diesen Preis mit ihrem Namen, dem Namen einer Frau, einer Dichterin ins Leben gerufen hat. Eine Widerständigkeit sondergleichen. In den 70er Jahren. In Kärnten. &#160; Ingeborg, du hättest gestaunt. Mitzuerleben, wie sie diskutieren über dich und dein Werk. Wie sie dich vermutlich zerrissen und zeitgleich in den Himmel gelobt haben. Der Preis trägt deinen Namen. Das freut mich. Wenn auch umstritten und dauerkritisiert – der Preis hält das Gespräch in Gang. Erinnert an dich. Und deine Leistung. &#160; Es gibt das Lesefest in Klagenfurt. Und zig andere Veranstaltungen rund um die offiziellen Lesungen. Vom ORF übertragen. Das ist schon wichtig. Das bringt Reichweite. &#160; Die Literatur lebe hoch. Zumindest jetzt im Juni 2026. &#160; Ingeborg, dazu hast du viel beigetragen. Ob du das wohl ahntest zu deiner Zeit? Du hast diese Welt ein Stück weit mitverändert. Du hast den Frauen eine Stimme gegeben. Mut. Kraft. Widerstand. Du hast um deinen Platz gekämpft in der Welt der Literatur. Du bist heute eine der (noch immer viel zu wenigen) Schriftstellerinnen, deren Worte und Werk man kennt. Kennen sollte. Kennenlernen wird. &#160; Das ist verdammt viel wert.</p>
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		<title>teile mich</title>
		<link>https://www.klug.or.at/teile-mich-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 07:56:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>nimm mich schreit das gedicht nimm mich mit schlag mich auf zieh mich rein zieh mich aus zerleg mich in 1000 einzelteile &#160; teile mich &#160; ich will dir tätowiert sein in die hirnschlaufen die herzausläufer &#160; lass mich raus lass mich rein hör mir zu erzähl mich weiter flüstere der welt von mir &#160; ich gehöre dir ganz dir lieb mich hass mich lies mich lies mich lies mich &#160; (Veröffentlicht: <a href="https://austria-forum.org/af/Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/karin">Das archipelische Netzwerk</a> / Austria-Forum) + online Magazin <a href="https://sechzehnseiten.de/karin-klug-teile-mich/" target="_blank" rel="noopener">16 Seiten</a> (Juni 2026) &#160; &#160;</p>
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