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	<title>wohlfühlen | KARIN KLUG</title>
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	<description>Texte, Gedanken, Lyrik</description>
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		<title>Lobby für die Leisen</title>
		<link>https://www.klug.or.at/lobby-fuer-die-leisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 09:52:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Essay, Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[wohlfühlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mir ist die Welt sehr oft zu laut. Zu lärmig. Und: zu sehr in der Hand der Lauten. Wer am lautesten schreit, gewinnt. Kann sich durchsetzen. Die Lautstarken geben oft den Ton an. Werden gehört. Wahrgenommen. In Politik, Wirtschaft, Medien, Stadtplanung. Im Kleinen wie im Großen. Die Lauten bestimmen. Können nicht überstimmt werden. Was aber mit den Leisen? Den vielen Menschen, die sich nicht schreiend durchs Leben bewegen. Die nicht lautstark auf sich aufmerksam machen (können). Die lieber zuhören. Nachdenken. Reflektieren. Und sich ihre Meinung bilden. Nur hört sie keiner. Weil sie leise sprechen. Viele der Leisen leben zurückgezogen, suchen die Stille, die Natur. Sind selten auf Jahrmärkten, Demos und Rummelplätzen zu finden. Es sind meist die Introvertierten. Die Hochsensiblen. Ruhigen. Oft neurodivergente Menschen. Aber auch ohne Zuschreibung, Schubladisierung oder Diagnose: es gibt einfach Menschen, die mit dem Lärm und Trubel, der Marktschreierei dieser Welt nichts anfangen. Die sich manchmal sogar verstört zurückziehen. Nicht jede/r steht gerne im Mittelpunkt, auf der Bühne, im Zentrum des Geschehens. Nicht jede/r mag gerne das Laute rundum ertragen. Und auch wer krank, beeinträchtigt ist, müde, erschöpft, ausgelaugt, braucht die Stille. Das Leise. Die Ruhe. Ich lese und höre oft von Menschen, die sich sehr schwertun mit dem Tempo, der Hektik und eben der Lautstärke, die vielerorts herrschen. Ein Zuviel von allem. Es gibt genug Menschen, die keine riesigen Partys, Versammlungen, vollgestopften Konzertsäle, überfüllten Strände, alkoholgeschwängerte Zeltfestatmosphäre mögen. Die Welt ist groß genug für alle. Für die Lauten und die Leisen. Nur werden die Leisen so oft übertönt, überhört, übersehen, nicht wahrgenommen. Ihre Meinung, ihre Wünsche und Bedürfnisse. Die sie nicht lautstark in die Welt posaunen. Die nicht durch alle Medien gehen. Der Haken: die Leisen stören mit ihrem Leise-sein nicht ihr Umfeld. Wenn Laute aber laut werden, dann kriegen das – ob erwünscht oder nicht – alle mit. Die Lauten übertönen alle anderen. Der Lautstärke der Lauten kann man sich kaum entziehen (s. Silvesterraketen, ausufernde Fußballfeiern, auffrisierte Motorräder oder weithin dröhnende open air-Konzerte). Manche Geschäfte und Lokale haben Musik und Tonwerbung bis zum Anschlag aufgedreht. Für mich immer ein Grund sofort wieder kehrt zu machen. Sofern es irgendwie geht. Aber der Lautstärke der anderen entkommt man eben nicht so einfach. &#160; Unsere Welt ist laut, wird meines Erachtens immer lauter, zu laut. Wir brauchen aber so sehr auch das Leise. Wir brauchen eine Lobby für die Leisen. Möge/n sie gehört werden.</p>
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		<title>Märznachlese</title>
		<link>https://www.klug.or.at/maerznachlese/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 14:52:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Graz]]></category>
		<category><![CDATA[wohlfühlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So geht er also zu Ende, der März, dieser erste Frühlingsmonat im Jahr. Ich bin heute im home office, sprich: ich habe keine Termine, muss nicht außer Haus. Solche Tage genieße ich sehr. Wenn ich in Ruhe meine Arbeiten erledigen kann, nicht auf die Uhr schauen muss, faulenzen kann nach Lust &#38; Laune&#8230; und wenn sich der Ansturm an to-dos in überschaubaren Grenzen hält. Heute also ein kleiner Monatsrückblick: was hat sich so getan in diesem März bei mir? Mein zweites Buch mondflirren wurde veröffentlicht&#8230; und darf sich nun auf den Weg in die Buchhandlungen und Herzen der Menschen machen. Ich habe für mein erstes Buch (bleib da wenn du gehst) neue Lesezeichen beauftragt &#38; erhalten &#8211; mit einem Zitat des Lyrikers Michael Eschmann, das mich sehr stolz macht. Ich hatte wieder eine Flötenstunde und habe auch brav geübt. Es dauert wohl nicht mehr lange bis ich auftrittsbereit bin 😉 Eine Krankheit hat mich längere Zeit belastet und etwas geschwächt, aber mein Körper erholt sich allmählich &#8211; er hatte wohl vorerst noch Ruhe eingefordert. Das Tanztraining und meine regelmäßigen Qigong- und Yoga-Übungseinheiten haben mir dabei wesentlich geholfen und gutgetan. Ich bin mittlerweile Mitglied im Europa-Literaturkreis Kapfenberg und schon gespannt, was sich hier an Austausch und Möglichkeiten ergibt. Einige neue Ideen wachsen gerade, einige Pläne gehen in die Zielgerade. Der Frühling ist eindeutig die Zeit, wieder den Kopf bei der Tür rauszustrecken und aktiver zu werden. Es brodelt bereits unter der Oberfläche, die Lust am Tun wächst. Auch wenn die Temperaturen im Moment bescheiden sind &#8211; es ist kalt. Trocken und windig. Was (daher) eindeutig noch zu kurz kommt: längerer Spaziergänge und Ausflüge. Kino- Theater- und Konzertbesuche. Auch ja, gemütliches Zusammensein mit Freundinnen &#38; Freunden. Aber es wird. Ein Frühstück mit einer lieben Freundin ist schon geplant. Demnächst bin ich bei einer Lesung dabei. Ein Freund kommt zum Mittagessen&#8230; aber da sind wir ja schon im April &#8211; und das ist ein anderer Monat.</p>
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		<title>Brief vom Advent</title>
		<link>https://www.klug.or.at/brief-vom-advent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karin Klug]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 10:08:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[einfach leben]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[wohlfühlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Karin! Wir hatten bisher ja noch nicht so viel miteinander zu tun. Das heißt, du hast mich lange kaum wirklich wahrgenommen. Erst allmählich in den letzten Jahren hast du angefangen, mich zu schätzen. Du wusstest zwar noch nicht so recht, was tun mit mir, aber mittlerweile weiß ich, dass ich bei dir Einzug halten darf. Ich bringe dir eine Tasche voll Ruhe und inneren Frieden. Ich bin weniger auf Glühwein- und Punschpartys zu finden, sondern eher daheim bei Tee und Kerzenlicht. Oder im Wald, auf langen Spazierwegen. Ich sitze neben dir beim Adventkranz, wenn du eine Kerze entzündest. Wenn der Tag sich dem Ende zuneigt und die Nacht durchs Fenster winkt. Wenn du dein Tagebuch aufschlägst und in den Seiten blätterst, das Jahr Revue passieren lässt. Wenn du dir die Zeit nimmst, ein paar Zeilen zu schreiben, innezuhalten und nachzuspüren: was ist jetzt? Und natürlich beim Kekse essen und lesen auf der Couch, in deine dicke Decke gewickelt. Ich bin einfach da und begleite dich durch diese Tage. Machen wir es uns gemütlich miteinander.</p>
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