„mondflirren“ – was Karl Herndl dazu sagt
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Kleine Momente – große Gefühle
von Karl Herndl
„Mondflirren“ ist kein Buch, das man einfach nur liest. Es ist eher ein Buch, in das man immer wieder kurz hineinfällt. Ich wollte ursprünglich „nur ein paar Seiten“ anschauen. Und plötzlich sitzt man da, liest ein mini-poem, schaut aus dem Fenster, denkt nach, lächelt ein bisschen – und liest gleich das nächste. Karin Klug gelingt etwas Besonderes: Sie macht aus kleinen Momenten große Gefühle, ohne sie jemals künstlich aufzublasen. Ihre Texte sind fein, leicht und gleichzeitig berührend. Manche wirken wie ein leiser Gedanke kurz vor dem Einschlafen, andere wie kleine poetische Überraschungen mitten im Alltag. Besonders schön finde ich, dass hier nichts laut sein muss. Keine großen Dramen. Kein literarisches Muskelspiel. Nur Beobachtungen, Gefühle und Bilder, die oft noch nachwirken, wenn man das Buch längst wieder zugeschlagen hat. „Mondflirren“ erinnert daran, dass auch die kleinen Gedanken ein Zuhause verdienen. Und dass manchmal gerade die leisen Worte am längsten bleiben. Wie schön.


