-
mich kann man nicht lieben
ich bin ungelenk und ängstlich mit kammern voller spinnweben und hornhaut am herzen mich kann man nicht lieben viele fehler viele falten viel verlorenes deine sprache beherrsche ich nicht und das kleine…
-
im sturm
wäre bloß im sturm dein leib in worten gefangen verloren verletzlich gefallen zerzaust wie ein letztes blatt im wind aber auch die worte vergeht doch das alte deiner sätze das dürre & morsche…
-
der wald. ein atem
zwischen farnen und morschen zweigen tummelt gewiss sich vielerlei getier – dämonen sind nicht darunter. selbst drachen werden selten gesehen. aber die stille senkt sich auf dein schweigen schützend wie ein mantel.…
-
Schrittweise weiter
Meine Tage riechen allmählich wieder nach Freiheit. Nach Zeit. Nach Muße. Neue Texte sind im Entstehen. Ich krame im Fundus der bisherigen. Geschichten, Fotos, Erinnerungen. Manches davon ist hier auf diesen Seiten zu…
-
Reise zum Zeit.Raum
Ein Regentag. Und ein Ausflug. Klimatickettechnisch unterwegs nach Gleisdorf. Mit dem 530er. Über die Ries. Gefühlt 1000 Haltestellen. Dennoch: ich bin schnell am Ziel. Erste Station: Konditorei Wurm. So was von gemütlich. Und…
-
zeitenwende
im geschützten raum sich herantasten an ein du einander beschnuppern umkreisen das zittern nehmen sich balgen wie junge hunde & katzen die sich gut riechen können keck die nasenspitzen aneinander reiben finger verhaken…
-
tauzeit
da rumpelt & rumort es in vereisten herzkammern aufgeschreckt aus langem winterschlaf. tauzeit wohl bricht an. und die tage dauern länger von mal zu mal. (Veröffentlicht: Das archipelische Netzwerk / Austria-Forum, 2025)
-
achtlos
während er sich noch mühte wurzeln zu schlagen der kleine bäumling der zum großen hätte wachsen wollen stapftest du vorbei mit brummenden motorsägen scharfen sensen und mähtest achtlos nieder was so zaghaft da…