Miniaturen

nur geträumt

erwachen mit wirren traumbildern im kopf. so real, so nah, dass es eine zeit braucht, bis ich mich zurechtfinde. wo bin ich? was ist gerade passiert? ach, es ist morgen, ach, der wecker, was montag, aufstehen, aber… mein kopf will die traumfetzen nicht so schnell loslassen. zu gegenwärtig sind sie noch. und verknüpft mit wohlbehagen. dem spüren von nähe. berührung. verwunderung. glücksempfinden, das satt aus den tiefen emporsteigt / beinahe ungläubig wahrgenommen. körper, haut, helle, warme haut, die sich gut anfühlt. wohlig. aufregend und vertraut zugleich. musik klingt auf. ich laufe durch straßen. schnellflocken tanzen zu einer unbekannten melodie. ein freund ruft an, spielt mir seine neueste komposition vor – tango. tango klingt mir im ohr. durch die straßen ziehen menschen. bunt gekleidet. abseits von gewohntem. alles wirkt anders. tiefer, strahlender. und das glücksgefühl, das tanzt in meiner brust. pferde auf der straße. und eine menge anderer tiere – verkleidete menschen. eine kunstaktion vielleicht?

jäh reißt der wecker mich aus meinen bildern. widerstrebend nur nehme ich abschied. drehe mich noch mehrmals im bett bevor ich aufstehe / entschwindende traumszenen. den ganzen vormittag noch / begleiten mich traumreste…