Lyrik

jahreswechsel

und so geht es zu ende das jahr

mit einem hauch von erlösung und der

immer wiederkehrenden hoffnung dass im neuen jahr

im nächsten jahr dass dann alles anders sein könnte

dass wir den grashalm unter unseren füssen

ehren und den tieren zuhören was sie uns erzählen

denn tiere und grashalme wissen viel mehr als

wir glauben selbst die pilze und bakterien können uns überraschen

sind nicht wir die mächtigen nur die

zerstörenden bisher das was uns als glücksfall

gegeben zur achtsamen verwendung können wir bis heute

aus dieser fülle schöpfen wenn nicht wenn nicht

wenn nicht die bagger und die raketen die mauern und die hasspostings

aber ach lassen wir das beiseite du weißt die energie

folgt den gedanken also lass uns

unsere gedanken auf ein gutes auf ein neues richten

wie das fernrohr mit blick zu den fremden universen dort

wohnt vielleicht die hoffnung

dort zieht es uns hin

 

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(Veröffentlicht: karin | Volkskultur und triviale Mythen | Kunst und Kultur im Austria-Forum, 2025)